Refuge

Fraganter Schutzhaus

Kärnten · Goldberggruppe · Autriche0 mUnbewachtGeprüfter Eintrag

Der Ort

Fraganter Schutzhaus: Historisches Erbe in den österreichischen Bergen Das Fraganter Schutzhaus ist eine Schutzhütte der Sektion Klagenfurt des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV). Zwischen 2004 und 2005 saniert und modernisiert, wird die Hütte seit 2022 von Bianca Tiefnig und Ingo Martischnig bewirtschaftet. Lage Das Fraganter Schutzhaus liegt auf 1810 Metern Höhe im Tal der Großfragant, einem Seitental der Fragant. Die Goldberggruppe ist im Winter ein beliebtes Skitourengebiet und bietet im Sommer zahlreiche Möglichkeiten für Berg- und Familienwanderungen. Auch die botanische Vielfalt der Umgebung ist ein Anziehungspunkt der Region. Geschichte Das Fraganter Schutzhaus geht auf eine ehemalige Kupferbergbausiedlung im Tal der Großfragant zurück, die Mitte der 1920er Jahre von der Bundes-Montanverwaltung aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben wurde. 1927 pachtete die Sektion Klagenfurt die Gebäude und Grundstücke und wandelte das Verwaltungsgebäude in eine Schutzhütte um, die am 31. Juli 1927 eröffnet wurde. Zwei Jahre später erwarb die Sektion den Hüttenkomplex sowie insgesamt drei Hektar Land käuflich. Neben der Schutzhütte entstanden aus den vorhandenen Gebäuden eine Jugendherberge und zwei Einfamilienhäuser, die an Mitglieder der Sektion vermietet wurden. Da die Jugendherberge bald zu klein wurde, errichtete man 1931/32 eine neue Jugendherberge, die zu Ehren ihres Initiators Dr.-Widder-Jugendherberge genannt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich die Hütte in schlechtem Zustand und wurde zugunsten anderer Hütten der Sektion vernachlässigt. 1955 zog die Sektion sogar einen Verkauf der Liegenschaft in Betracht. Der alte Holzbau von 1917 war nicht mehr sanierbar. So plante die Sektion 1968 den Neubau einer neuen Hütte, die am 6. Juni 1970 eröffnet wurde. Zwischen 2004 und 2005 wurde die Hütte vollständig renoviert. Von 2007 bis 2019 wurde die Hütte von der Familie Gastinger (Peter und Elisabeth) bewirtschaftet, danach übernahmen andere Betreiber die Verwaltung. Seit 2022 wird die Hütte von Bianca Tiefnig und Ingo Martischnig bewirtschaftet. Zwischen 2021 und 2023 wurde eine neue Jugendherberge als Ersatz für die alte errichtet. Einbindung in die Umgebung Gestaltung und Lage des Fraganter Schutzhauses fügen sich perfekt in die alpine Umgebung ein und bieten erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber den extremen klimatischen Bedingungen der Region. Kosten und Finanzierung Kosten: 7,5 Millionen Euro. Finanzierung: Sektion Klagenfurt des Österreichischen Alpenvereins sowie öffentliche und private Partner. Zustieg und Reservierung Zustieg: Von Außerfragant, 724 m, Gehzeit: 3,5 Stunden Von Grafenberg - Rollweg, 1740 m, Gehzeit: 1 Stunde Von Innerfragant, 1096 m, Gehzeit: 2 Stunden Tourenmöglichkeiten Großer Sadnig, 2745 m, Gehzeit: 3 Stunden Makerni, 2644 m, Gehzeit: 2,5 Stunden Hirtenkopf, 2605 m, Gehzeit: 2 Stunden Striedenkopf, 2602 m, Gehzeit: 2 Stunden Klenitzen, 2440 m, Gehzeit: 1,5 Stunden Zeneberg, 2199 m, Gehzeit: 2 Stunden Stellkopf, 2851 m, Gehzeit: 2,75 Stunden Quellen und Karte Liselotte Buchenauer, Peter Holl: Alpenvereinsführer Ankogel- und Goldberggruppe. Bergverlag Rother, München 1986. ISBN 3-7633-1247-1 Freytag & Berndt 1:50.000, Blatt Nr. 225, Mölltal - Kreuzeckgruppe - Drautal

Gut zu wissen

Koordinaten vom ÖAV zur Verfügung gestellt