Cabane de Clot-Hubert
Der Ort
Der Architektur nach war sie einst eine Schäferei oder etwas Ähnliches. Geteilt in zwei Abteile mit je einer Tür. Rechts (S) ein ziemlich großer Raum, mit Trockenstein in Rundbogen gewölbt... dieses Verfahren verrät das wahrscheinliche Alter des Baus: nicht später als das 19. Jahrhundert. Hier befand sich wohl der Stall. Heute ist er übersät mit alten Ziegeln, Rohren, Betonsteinen, kurz allerlei Kram. Die Tür "bleibt" dank eines Stücks Schnur geschlossen. Links (N) ein Raum offensichtlich neuerer Bauart (dieser Teil scheint der alten Schäferei hinzugefügt oder wiederaufgebaut worden zu sein). Mit: - 8 Stühlen - 1 Tisch - 1 Ofen, dessen rechte Feuerung sich nicht mehr verschließen lässt, da die runde Klappe einen Teil ihres Umfangs verloren hat... man muss also eine Metallplatte oder Gott weiß was finden (einen flachen Stein), sonst kein Ofen. - Betonsteine überall - 1 Axt - etwas geschnittenes Holz. - die Scheibe des Westfensters ist verschwunden und wird von einem aufrecht gestellten Wellblech verdeckt. - die Tür bleibt von außen "geschlossen" dank eines Rings aus dickem Nylonseil, den man in die überlebende Angel einer alten Tür klemmt. Das Fehlen eines Besens macht sich grausam bemerkbar! Es gibt keinen Schlafplatz. Angesichts der Neigung des Daches muss es einen ausreichenden Raum unter dem Dach geben, der aber unzugänglich ist, da die Decke keine einzige Öffnung hat. Viel Holz ringsum, aber nicht der geringste Tropfen Wasser am Horizont, es sei denn, man geht 500 m nach NW, wo sich laut IGN ein Bach und eine Quelle befinden — ich habe es nicht überprüft. GSM-Netz: Korrekter Empfang vor der Hütte (Orange). Anhang zum Toponym Manche Karten notieren "Clos-Hubert", andere "Clot-Hubert". Was nicht dasselbe bedeutet... - "clos" (lateinisch clausus) verweist auf einen geschlossenen Ort (was er nicht ist, oder nicht mehr), in Frankreich ziemlich allgemeines Vorkommen. - "clot" (unbekannter Herkunft) bezeichnet einen ebenen Fleck oder eine kleine Senke... was hier der Fall ist. Der Begriff erscheint vor allem im frankoprovenzalischen und okzitanischen Raum. Eine gute unbefestigte Forststraße geht ab dem Westen des Dorfes (zwischen den Weilern "les Charles" und "les Martins") und erreicht über mäßige Steigungen die Hütte, die man rechts erblickt. ACHTUNG: Ab der Cabane Rouge (Parkplatz) ist sie den Förstern vorbehalten (und wenn Sie einem Rückekonvoi begegnen sollten, haben Sie ein Problem...) ONF /Gemeinde Marignac en Diois. Man ist im Staatsforst von St Genix.

