Borie de Joncas
Der Ort
Traditionelle Trockensteinhütte (caselle oder gariotte je nach lokaler Terminologie) auf 293 m im Quercy, Sektor der Causses du Lot. Bedeutendes architektonisches Zeugnis des ländlichen Erbes des Quercy: Bau mit Kraggewölbe vollständig aus trockenen Kalksteinen, ohne Mörtel, das ein handwerkliches Können bezeugt, das von der UNESCO seit 2018 anerkannt ist („Kunst des Trockenmauerbaus, Wissen und Techniken“). Diese caselles, meist mit quadratischem oder kreisförmigem Grundriss und Dach aus Kalksteinplatten, waren ursprünglich Unterstände im Zusammenhang mit dem Wein- und Landbau auf den Kalkplateaus (und nicht mit der Weidewirtschaft — wichtige Unterscheidung zu den echten „bories“ des Périgord). Außergewöhnliche Umgebung der Causses du Quercy, Kulturlandschaft, die seit 2017 in das weltweite UNESCO-Geopark-Netz aufgenommen ist: Trockenrasen, flaumeichenwälder, Trockensteinmauern, neolithische Dolmen, emblematische Fauna des Wanderfalken, des Uhus und der Genette. Kulturhistorische Rast am Rand der großen Wanderwege GR 65 (Jakobsweg Via Podiensis).
Anfahrt
Causses du Quercy (Lot). Kulturhistorische Etappe GR 65 Via Podiensis nach Santiago de Compostela.
Die Umgebung
Causses du Quercy (UNESCO-Geopark), Trockenrasen und Flaumeichenwälder, UNESCO-Können 2018.