Refuge
EinfachRoute

Variante 9.1

Tage
1
Distanz
10 km
D+
1585 m
Höchster Punkt
1948 m

Der Ort

Die Haute Randonnée Pyrénéenne (HRP) ist die wildeste und anspruchsvollste der drei großen Pyrenäen-Durchquerungen. Auf rund 800 km verbindet sie Hendaye (Atlantik) mit Banyuls-sur-Mer (Mittelmeer), wobei sie so nah wie möglich an den Kämmen und der französisch-spanischen Grenze bleibt und dabei häufig auf die spanische Seite wechselt. Da sie nicht durchgängig markiert ist, erfordert sie Kartenlesen und Orientierung in komplexem Gelände abseits markierter Pfade. Sie reiht Hochgebirgspässe (oft über 2.500 m), Felsplateaus, späte Altschneefelder und selten besuchte wilde Täler aneinander. Eine Route für erfahrene, autonome Wanderer, die sich im Hochgebirge sicher fühlen.

Das Besondere

Breche de Roland und Cirque de Gavarnie. Vignemale (3.298 m), höchster vollständig französischer Gipfel. Täler von Ordesa und Monte Perdido (spanische Seite). Posets und Aneto aus der Nähe. Der Pica d'Estats. Der Carlit in der Cerdagne. Die Wildheit und Einsamkeit sind unter den drei großen Pyrenäen-Durchquerungen unerreicht.

Ein wenig Geschichte

In den 1960er-Jahren vom Bergsteiger und Wanderer Georges Veron konzipiert, wurde die HRP durch sein Buch „Pyrénées par la haute route“ (1974) bekannt. Sie besitzt keine durchgängige offizielle Markierung, folgt aber der Logik, möglichst nah an der Wasserscheide zu bleiben. Heute existieren zahlreiche Topoführer und GPS-Tracks, die den Weg weisen.

Anfahrt

Start in Hendaye (TGV-Bahnhof, 5 Std. ab Paris). Ankunft in Banyuls-sur-Mer (TER ab Perpignan). Spanische (CAF/FOM) und französische Schutzhütten säumen die Strecke. Auf manchen Abschnitten müssen Vorräte für 2–3 Tage mitgeführt werden.

Empfohlene Ausrüstung

Leichtsteigeisen und Pickel zu Saisonbeginn (Juni) empfohlen. IGN-Karte 1:25.000 unerlässlich. GPS dringend empfohlen. Leichtes Zelt nützlich für Abschnitte ohne Schutzhütte. Erste-Hilfe-Ausrüstung. Hochtechnische Bergschuhe.

Beste Reisezeit

Nur Mitte Juli bis Mitte September. Hochgebirgspässe vor Juli schneebedeckt und gesperrt. Heftige Nachmittagsgewitter den ganzen Sommer über möglich. Teilweise Autonomie für 2–3 aufeinanderfolgende Tage erforderlich.