Refuge
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Geo-Lehrpfad Wörth : Im Zeichen der Schifffahrt

Tage
1
Distanz
10 km

Der Ort

Die Haute Randonnée Pyrénéenne (HRP) ist die wildeste und anspruchsvollste der drei großen Pyrenäen-Durchquerungen. Auf rund 800 km verbindet sie Hendaye (Atlantik) mit Banyuls-sur-Mer (Mittelmeer), wobei sie sich so nah wie möglich an den Kämmen und der französisch-spanischen Grenze hält und dabei häufig auf die spanische Seite wechselt. Sie ist nicht durchgehend markiert und erfordert Kartenlesen sowie Orientierung in komplexem, nicht ausgeschildertem Gelände. Sie reiht Hochgebirgspässe (oft über 2 500 m), Felsplateaus, spät liegende Schneereste und selten begangene wilde Täler aneinander. Eine Route für erfahrene, autonome und im Hochgebirge sichere Wanderer.

Das Besondere

Breche de Roland und Cirque de Gavarnie. Vignemale (3 298 m), höchster vollständig auf französischem Gebiet liegender Gipfel. Täler von Ordesa und Monte Perdido (spanische Seite). Posets und Aneto aus der Nähe. Der Pica d'Estats. Der Carlit in der Cerdagne. Die Wildheit und Einsamkeit sind auf den drei großen Pyrenäen-Durchquerungen unerreicht.

Ein wenig Geschichte

Konzipiert wurde die HRP in den 1960er-Jahren von dem Bergsteiger und Wanderer Georges Veron, der sie mit seinem Buch „Pyrénées par la haute route“ (1974) bekannt machte. Sie verfügt über keine durchgehende offizielle Markierung, folgt aber dem Prinzip, möglichst nah an der Wasserscheide zu bleiben. Heute existieren mehrere Wanderführer und GPS-Tracks zur Orientierung.

Anfahrt

Start ab Hendaye (TGV-Bahnhof, 5 Std. von Paris). Ankunft in Banyuls-sur-Mer (TER ab Perpignan). Spanische (CAF/FOM) und französische Berghütten säumen die Strecke. Manche Abschnitte erfordern das Mitführen von Proviant für 2–3 Tage.

Empfohlene Ausrüstung

Leichte Steigeisen und Eispickel zu Saisonbeginn (Juni) empfohlen. IGN-Karte 1:25 000 unverzichtbar. GPS dringend empfohlen. Leichtes Zelt für Abschnitte ohne Hütte nützlich. Erste-Hilfe-Ausrüstung. Technische Bergschuhe.

Beste Reisezeit

Nur Mitte Juli bis Mitte September. Hochgelegene Passagen bis Juli oft noch schneebedeckt. Den ganzen Sommer über nachmittags heftige Gewitter möglich. Autonomie manchmal für 2–3 aufeinanderfolgende Tage notwendig.